Ein gut gedämmtes Haus spart bares Geld und schützt das Klima. Über die Gebäudehülle – also Dach, Fassade und Keller – geht in vielen Altbauten wertvolle Heizenergie verloren. Wer sein Gebäude fachgerecht dämmen lässt, kann Energie und Heizkosten dauerhaft senken und den Wohnkomfort deutlich steigern.
In diesem Ratgeber erfahren Sie alles rund ums Thema Wärmedämmung: von den wichtigsten Dämmmaßnahmen über geeignete Dämmstoffe bis hin zu Kosten und Fördermöglichkeiten. So treffen Sie die richtige Entscheidung für Ihre Immobilie.
Das Wichtigste in Kürze
- Energieverlust reduzieren: Durch eine gute Dämmung lassen sich je nach Ausgangszustand bis zu 30 % der Heizkosten senken
- Wichtigste Bereiche: Dachdämmung, Fassadendämmung und Kellerdecke bieten das größte Einsparpotenzial
- Dämmstoffe wählen: Mineralwolle, EPS oder ökologische Alternativen wie Holzfaser und Hanf stehen zur Auswahl
- Feuchteschutz beachten: Dampfbremse und fachgerechte Ausführung verhindern Schimmel und Bauschäden
- Förderung nutzen: Für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle gibt es über die BEG (BAFA) bis zu 20 % Zuschuss
- GEG beachten: Bei >10 % Änderung eines Bauteils müssen die U-Werte nach GEG eingehalten werden (meist nur mit Dämmung erreichbar)
Warum ist eine gute Dämmung so wichtig?
Die Dämmung ist das Fundament einer energetischen Sanierung. Ohne ausreichenden Wärmeschutz verpufft ein Großteil der Heizenergie ungenutzt nach außen. Bei ungedämmten Altbauten gehen bis zu 35 % der Wärme über die Außenwände und bis zu 20 % über das Dach verloren (co2online). Hinzu kommen Wärmeverluste durch alte Fenster, die Kellerdecke und undichte Stellen in der Gebäudehülle.
Eine wirksame Wärmedämmung reduziert diese Wärmeverluste erheblich. Das Ergebnis: Sie benötigen weniger Energie zum Heizen und können Ihre Energiekosten nachhaltig verringern. Eine Auswertung von co2online zeigt, dass sich durch die Kombination verschiedener Dämmmaßnahmen im Schnitt 30–40 % Heizenergie einsparen lassen.
Gleichzeitig verbessert sich das Raumklima spürbar. Kalte Wände und Zugluft gehören der Vergangenheit an, die Oberflächentemperaturen der Wände steigen. Das sorgt nicht nur für mehr Behaglichkeit, sondern beugt auch der Schimmelbildung vor – denn an warmen Wänden kondensiert weniger Feuchtigkeit.
Auch für den Immobilienwert spielt die Dämmung eine zentrale Rolle. Ein energetisch saniertes Haus erzielt höhere Verkaufspreise und ist auf dem Markt deutlich gefragter. Der Energieausweis zeigt potenziellen Käufern auf einen Blick, wie effizient das Gebäude ist.
Nicht zuletzt leistet jede Dämmmaßnahme einen Beitrag zum Klimaschutz. Weniger Heizenergie bedeutet weniger CO₂-Ausstoß – gut für die Umwelt und kommende Generationen.
Welche Bereiche beim Haus sollte man dämmen?
Beim Dämmen eines Hauses gibt es mehrere Ansatzpunkte. Je nach Gebäude und Budget lohnen sich unterschiedliche Maßnahmen. Die wichtigsten Bereiche sind das Dach, die Fassade, die Kellerdecke und die Rollladenkästen.
Grundsätzlich gilt beim Dämmen: Von außen nach innen arbeiten. Zuerst sollte die Gebäudehülle gedämmt werden, bevor eine neue Heizung installiert wird. Nur so lässt sich die Heizanlage optimal auf den tatsächlichen Wärmebedarf abstimmen. Ein Energieberater kann mit einem individuellen Sanierungsfahrplan die sinnvollste Reihenfolge ermitteln.

Dachdämmung
Das Dach ist einer der wichtigsten Bereiche beim Dämmen. Warme Luft steigt nach oben, weshalb über ein ungedämmtes Dach besonders viel Heizenergie verloren geht. Für die Dachdämmung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung.
Die Zwischensparrendämmung ist die häufigste Variante. Dabei wird der Dämmstoff zwischen die Sparren geklemmt. Diese Methode eignet sich besonders gut bei Sanierungen, da die Dacheindeckung nicht entfernt werden muss. Typische Dämmstoffe sind Mineralwolle oder flexible Holzfaserplatten. Der Dämmwert hängt von der Stärke der Dämmschicht und der Wärmeleitfähigkeit des Materials ab.
Alternativ gibt es die Aufsparrendämmung, bei der die Dämmschicht oberhalb der Sparren liegt. Diese Methode bietet den besten Wärmeschutz, da keine Wärmebrücken durch die Sparren entstehen. Sie ist allerdings aufwendiger und teurer. Diese Variante kommt vor allem bei Neubauten oder kompletten Dachsanierungen zum Einsatz.
Wer den Dachboden nicht als Wohnraum nutzt, kann auch einfach die oberste Geschossdecke dämmen. Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist deutlich günstiger als eine vollständige Dachdämmung und oft sogar gesetzlich vorgeschrieben. Hier bietet sich eine Schüttdämmung an, bei der loser Dämmstoff auf die Geschossdecke aufgebracht wird. Bei begehbaren Dachböden werden alternativ druckfeste Dämmplatten verlegt.
Fassadendämmung und Außendämmung
Die Fassade macht den größten Teil der Gebäudehülle aus. Eine Fassadendämmung reduziert Wärmeverluste über die Außenwand erheblich und verbessert gleichzeitig den sommerlichen Wärmeschutz. Im Altbau lassen sich durch eine fachgerechte Außendämmung durchschnittlich 19 % Heizenergie einsparen (co2online).
Das gängigste Verfahren ist das Wärmedämmverbundsystem (WDVS). Dabei werden Dämmplatten direkt auf das Mauerwerk geklebt und anschließend verputzt. Wärmedämmverbundsysteme eignen sich besonders für Gebäude mit intaktem Mauerwerk und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das WDVS ist die am weitesten verbreitete Methode der Fassadendämmung in Deutschland.
Eine Alternative ist die hinterlüftete Fassade. Bei diesem System wird die Dämmschicht mit einer Luftschicht und einer vorgehängten Fassadenbekleidung kombiniert. Das schützt besonders gut vor Feuchtigkeit und bietet gestalterische Freiheit bei der Fassadengestaltung. Allerdings ist diese Variante teurer als ein WDVS.
Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder wenn eine Außendämmung nicht möglich ist, bleibt die Innendämmung als Option. Zur Innendämmung sollten Sie jedoch unbedingt einen Energieberater hinzuziehen. Hier lauern Risiken durch Wärmebrücken und Feuchtigkeit, die zu Schimmelbildung führen können. Die Dämmschicht muss bauphysikalisch korrekt geplant werden, um Bauschäden zu vermeiden.
Kellerdecke dämmen
Die Kellerdecke ist ein oft unterschätzter Bereich. Über einen ungedämmten Keller gehen etwa 5–10 % der Heizenergie verloren. Besonders im Erdgeschoss macht sich das durch kalte Fußböden bemerkbar – ein deutlicher Komfortverlust.
Die Dämmung der Kellerdecke von unten ist eine der kostengünstigsten Dämmmaßnahmen überhaupt. Dämmplatten werden einfach an die Unterseite der Kellerdecke geklebt oder gedübelt. Die Arbeiten sind wenig aufwendig und können bei ausreichender Deckenhöhe auch in bewohnten Gebäuden durchgeführt werden.
Als Dämmstoffe eignen sich Hartschaumplatten aus EPS oder XPS, aber auch mineralische Platten. Die erforderliche Dämmstärke hängt vom angestrebten U-Wert ab. Für die BAFA-Förderung muss ein U-Wert von maximal 0,25 W/(m²·K) erreicht werden (BAFA).
Ist der Keller beheizt oder soll als Wohnraum genutzt werden, kommt alternativ eine Perimeterdämmung der Kellerwände infrage. Diese wird außen am erdberührten Mauerwerk angebracht und erfordert Erdarbeiten – entsprechend höher sind die Kosten.
Rollladenkasten dämmen
Rollladenkästen sind oft unterschätzte Schwachstellen in der Gebäudehülle. Alte, ungedämmte Rollladenkästen verursachen erhebliche Wärmeverluste und lassen kalte Luft eindringen. Das macht sich besonders im Winter durch Zugluft am Fenster bemerkbar – selbst wenn die Fenster selbst modern und dicht sind.
Die gute Nachricht: Das Dämmen von Rollladenkästen ist eine Maßnahme, die auch Heimwerker selbst durchführen können. Spezielle Dämmmatten aus Mineralwolle oder flexiblem Dämmstoff werden passgenau zugeschnitten und in den Kasten eingelegt.
Achten Sie darauf, dass der Rollladenmechanismus weiterhin frei beweglich bleibt. Die Dämmung sollte alle Hohlräume ausfüllen, aber den Rollladenpanzer nicht blockieren. Bei sehr alten Kästen kann auch ein kompletter Austausch gegen moderne, bereits gedämmte Systeme sinnvoll sein. Dies bietet sich besonders an, wenn ohnehin alte Fenster ausgetauscht werden.
Dämmstoffe im Überblick
Die Wahl des richtigen Dämmstoffs hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem Einsatzbereich, den bauphysikalischen Anforderungen und Ihren persönlichen Präferenzen. Entscheidend für die Dämmleistung ist die Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert) – je niedriger dieser Wert, desto besser dämmt das Material bei gleicher Stärke.
Die wichtigsten Dämmstoffe und ihre Eigenschaften
Mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle und Glaswolle gehören zu den am häufigsten verwendeten Materialien. Sie sind nicht brennbar, bieten guten Schallschutz und sind vielseitig einsetzbar. Mineralwolle eignet sich besonders für die Zwischensparrendämmung und als Einblasdämmung. Als Baustoff ist sie seit Jahrzehnten bewährt und kostengünstig.
Synthetische Dämmstoffe wie EPS (expandiertes Polystyrol) und XPS (extrudiertes Polystyrol) zeichnen sich durch eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit aus. Sie sind leicht, druckfest und feuchtigkeitsunempfindlich. EPS kommt häufig bei Wärmedämmverbundsystemen zum Einsatz, XPS eignet sich besonders für die Perimeterdämmung im Erdreich und unter der Bodenplatte.
Wer ökologisch bauen möchte, greift zu nachwachsenden Dämmstoffen. Die wichtigsten ökologischen Dämmstoffe sind Holzfaser, Zellulose, Hanf und Schafwolle. Diese Materialien punkten mit einer guten CO₂-Bilanz und regulieren die Luftfeuchtigkeit im Raum. Holzfaserplatten bieten zudem einen hervorragenden sommerlichen Wärmeschutz, da sie Wärme langsamer durchlassen als andere Dämmstoffe.
| Dämmstoff | Wärmeleitfähigkeit | Besonderheit |
|---|---|---|
| Mineralwolle | 0,032–0,040 W/(m·K) | Nicht brennbar, guter Schallschutz |
| EPS | 0,032–0,040 W/(m·K) | Leicht, günstig, für WDVS geeignet |
| XPS | 0,030–0,040 W/(m·K) | Druckfest, wasserabweisend |
| Holzfaser | 0,038–0,050 W/(m·K) | Ökologisch, guter Hitzeschutz |
| Zellulose | 0,038–0,045 W/(m·K) | Ökologisch, als Einblasdämmung |
| Hanf | 0,040–0,045 W/(m·K) | Ökologisch, feuchtigkeitsregulierend |
Bei der Auswahl sollten Sie auch den U-Wert des fertigen Bauteils berücksichtigen. Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil nach außen entweichen kann. Je niedriger der U-Wert, desto besser der Wärmeschutz des Bauteils. Für Förderprogramme sind bestimmte U-Werte vorgeschrieben.
Dämmschicht und Dampfbremse richtig einsetzen
Eine Dämmung funktioniert nur dann dauerhaft, wenn sie fachgerecht ausgeführt wird. Besonders wichtig ist der Schutz vor Feuchtigkeit. Dringt Wasser in die Dämmschicht ein, verliert der Baustoff seine Dämmwirkung und es drohen Bauschäden.
Die Dampfbremse ist ein zentrales Element beim Dämmen. Sie verhindert, dass warme, feuchte Raumluft in die Dämmung eindringt und dort kondensiert. Ohne Dampfbremse kann sich Feuchtigkeit in der Dämmschicht ansammeln und zu Schimmel führen.
Die Dampfbremse wird immer auf der warmen Seite der Dämmung angebracht – also raumseitig. Alle Anschlüsse und Überlappungen müssen sorgfältig verklebt werden. Schon kleine Lücken können zu erheblichen Feuchteschäden führen und die Dämmwirkung zunichte machen.
Bei der Außendämmung ist zusätzlich eine diffusionsoffene Schicht auf der Außenseite wichtig. Sie lässt eventuell eingedrungene Feuchtigkeit nach außen entweichen, während Regenwasser draußen bleibt. So bleibt die Konstruktion dauerhaft trocken und funktionsfähig.
Gerade bei älteren Mauerwerken und komplexen Anschlüssen empfiehlt sich die Beratung durch einen Energieberater. Dieser prüft die bauphysikalischen Gegebenheiten und plant die Dämmung so, dass keine Wärmebrücken entstehen.
Was kostet es, ein Haus zu dämmen?
Die Kosten einer Dämmung variieren stark – je nach Maßnahme, Dämmstoff und örtlichen Gegebenheiten. Dennoch lassen sich grobe Richtwerte angeben, um die Investition einschätzen zu können.
Dachdämmung: Eine Zwischensparrendämmung kostet zwischen 50 und 100 € pro Quadratmeter. Wer das Dach dämmen möchte und eine Aufsparrendämmung wählt, muss mit 150–250 € pro Quadratmeter rechnen. Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist mit 20–50 € pro Quadratmeter die günstigste Variante.
Fassadendämmung: Ein Wärmedämmverbundsystem schlägt mit 100–180 € pro Quadratmeter zu Buche. Eine hinterlüftete Fassade ist mit 180–300 € pro Quadratmeter deutlich teurer, bietet aber auch Vorteile bei Feuchtigkeit und Gestaltung.
Kellerdecke: Die Dämmung der Kellerdecke von unten ist mit 30–60 € pro Quadratmeter relativ günstig und bringt spürbare Verbesserungen beim Wohnkomfort im Erdgeschoss.
| Maßnahme | Kosten pro m² | Einsparpotenzial |
|---|---|---|
| Zwischensparrendämmung | 50–100 € | 15–20 % |
| Aufsparrendämmung | 150–250 € | 20–25 % |
| Oberste Geschossdecke | 20–50 € | 10–15 % |
| WDVS Fassade | 100–180 € | bis 19 % |
| Kellerdeckendämmung | 30–60 € | 5–10 % |
Die Amortisationszeit hängt von den aktuellen Energiekosten und der erzielten Einsparung ab. In der Regel rechnet sich eine Dämmung innerhalb von 10–20 Jahren – bei steigenden Energiepreisen sogar schneller. Eine fachgerecht angebrachte Fassadendämmung hält 40 Jahre und länger.
Wichtig: Kombinieren Sie Dämmmaßnahmen sinnvoll, um Heizkosten zu sparen. Wer ohnehin die Fassade sanieren lässt, sollte gleich eine Dämmung einplanen. So lassen sich Gerüstkosten und andere Nebenkosten nur einmal veranschlagen. Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vom Energieberater hilft dabei, die wirtschaftlich sinnvollste Reihenfolge festzulegen.
GEG: Wann ist Dämmen Pflicht?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt vor, dass bei Änderungen an der Gebäudehülle bestimmte energetische Standards eingehalten werden müssen. Konkret gilt: Werden mehr als 10 % eines Bauteils erneuert, muss dieses Bauteil anschließend die Anforderungen des GEG erfüllen (§ 48 GEG).
Das bedeutet in der Praxis: Wer seine Fassade neu verputzen lässt oder das Dach neu eindeckt, muss die U-Wert-Anforderungen des GEG (Anlage 7) für die betroffene Fläche einhalten – in der Regel ist dafür eine Dämmung erforderlich. Kleinere Reparaturen wie Ausbesserungen oder ein neuer Anstrich lösen diese Pflicht hingegen nicht aus.
Bei einem Eigentümerwechsel – durch Kauf, Erbschaft oder Schenkung – können für neue Eigentümer Nachrüstpflichten greifen. Dazu gehört unter bestimmten Voraussetzungen die Dämmung der obersten Geschossdecke (U-Wert ≤ 0,24 W/(m²·K)). Die Frist beträgt zwei Jahre ab Eigentumsübergang. Ausnahmen gelten u. a. für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser, wenn der Eigentümer bereits vor dem 1. Februar 2002 dort gewohnt hat (§ 47 GEG). Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 € (§ 108 GEG).
Die vorgeschriebenen U-Werte im GEG sind weniger streng als die Anforderungen der Förderprogramme. Wer staatliche Zuschüsse erhalten möchte, muss also bessere Werte erreichen als gesetzlich vorgeschrieben. Die Investition in eine hochwertigere Dämmung lohnt sich jedoch: Die Förderung gleicht die Mehrkosten oft mehr als aus.
Förderung für Wärmedämmung
Die energetische Sanierung wird vom Staat großzügig gefördert. Für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle – also Dämmung von Dach, Fassade oder Kellerdecke – gibt es Zuschüsse vom BAFA im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM). Alternativ können – je nach Selbstnutzung und Einkommensgrenze – zinsgünstige KfW-Ergänzungskredite beantragt werden.
Der Basisfördersatz beträgt 15 % der förderfähigen Kosten. Liegt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vor, erhöht sich die Förderung auf 20 % (BAFA). Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 € pro Wohneinheit begrenzt – mit iSFP verdoppelt sich dieser Betrag auf 60.000 €. Daraus ergibt sich ein maximaler Zuschuss von 4.500 € ohne iSFP bzw. bis zu 12.000 € mit iSFP.
Voraussetzungen für die Förderung:
- Mindestens 300 € Investitionsvolumen
- Durchführung durch einen Fachbetrieb
- Einhaltung der technischen Mindestanforderungen (U-Werte)
- Antragstellung vor Maßnahmenbeginn
- Einbindung eines Energieeffizienz-Experten (dena-Expertenliste)
Die technischen Anforderungen sind im Förderprogramm genau definiert. Die genauen U-Werte für Außenwände, Dachflächen und Geschossdecken ergeben sich aus den technischen Mindestanforderungen der BEG EM. Ein Energieberater prüft, ob Ihre geplante Maßnahme die Fördervoraussetzungen erfüllt.
Alternativ zur BAFA-Förderung können Sie die Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen auch steuerlich absetzen (§ 35c EStG). Über drei Jahre verteilt sind bis zu 20 % der Kosten absetzbar – maximal 40.000 € pro Objekt. Diese Option ist interessant, wenn Sie die Maßnahme ohne vorherige Antragstellung durchführen möchten.
Mein Tipp: Lassen Sie sich vor der Sanierung von einem zertifizierten Energieberater beraten. Dieser erstellt nicht nur den Sanierungsfahrplan für den Förderbonus, sondern hilft auch bei der Antragstellung und überwacht die fachgerechte Ausführung. Die Kosten für die Energieberatung werden ebenfalls mit 50 % bezuschusst (BAFA Energieberatung).
Fazit: Das Dämmen eines Hauses ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um Heizkosten zu sparen und den Wohnkomfort zu steigern. Ob Dachdämmung, Fassadendämmung oder Kellerdecke – jede Maßnahme trägt zur Energieeffizienz bei. Mit der richtigen Planung, geeigneten Dämmstoffen und staatlicher Förderung lohnt sich die Investition in eine bessere Dämmung langfristig für Ihren Geldbeutel und die Umwelt.





